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Braut Mein Bier!

Geschichte des Bieres

Sumerische Steintafel

Die Anfänge der Braukunst und die Herstellung von Bier oder bierähnlichen Getränken liegen mehrere tausend Jahre zurück.

Die ersten bekannten Dokumentationen reichen bis in die Zeit um 3000 bis 4000 Jahren vor unserer Zeitrechnung.

Im mesopotamischen Raum wurde durch Vergärung nassen Brotes ein bierähnliches Getränk gewonnen. Ähnliche Biere gab es vermutlich an vielen Orten der alten Welt und die Wurzeln des Brauens reichen wahrscheinlich noch viel früher zurück.

In jedem Fall war Bier sehr früh bereits ein Hauptnahrungsmittel für alle Bevölkerungsschichten.

 

Unsere germanischen Vorfahren entwickelten im 2. bis  1. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung das "Würzekochen" aus angekeimtem und wieder getrocknetem Getreide. Hierbei war die Arbeit meist den Frauen vorbehalten. Die Rezepturen waren äußerst vielseitig und an den örtlichen Begebenheiten und regionalen Flora orientiert. Nicht selten fanden sich die verschiedensten heimischen Kräuter, Baumrinden oder aromatische Blätter, Früchte, Gemüse und Honig im Gärbottich. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus nennt in seinem Werk Germania (98 n. Chr.) Bier das Hauptgetränk der Germanen.

Germanischer Tonkrug für Bier

Im Mittelalter wurde das Bierbrauen größtenteils hinter Klostermauern vollzogen. In dieser Zeit galt Bier auch als geeignetes Kindergetränk, zum einen wohl wegen des geringeren Alkoholgehalts als heute, zum anderen aber war es nahrhaft und durch das Kochen der Würze auch keimfrei und somit die einzige Alternative zu dem vielerorts verseuchtem Wassers.

Mittelalterlicher Brauer mit dem Zunftsymbol, dem sechszackigen Brauerstern

Im Jahr 1516 wurde vom bayrischen Herzog Wilhelm IV. vor dem Landständetag in Ingolstadt das Bayerische Reinheitsgebot (in den Medien oft fälschlich als Deutsches Reinheitsgebot bezeichnet) verkündet. Es legte fest, dass für die Herstellung von Bier nur Wasser, Malz und Hopfen verwendet werden darf

(Hefe ist zwar auch zwingender Bestandteil, wurde aber erst später als solcher entdeckt). Vor, aber auch nach dieser Zeit gab es viele andere, z.T. städtische Braugebote und Brauverordnungen.

 

Erst 1906 galt im gesamten Reichsgebiet das im Biersteuergesetz enthaltene Reinheitsgebot.

Das Biersteuergesetz regelt in seiner aktualisierten Form auch heute noch den Brauvorgang. Allerdings haben die Beschränkungen des Bayerischen Reinheitsgebotes von 1516, in ihrer Ausschließlichkeit, heute keinen Bestand mehr.

Bayrisches Reinheitsgebot von 1516

Das vom bayerischen Herzog Wilhelm IV. im April 1516 erlassene Reinheitsgebot für Bier hat folgenden Wortlaut:

 

Wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, daß forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die kein besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli bis Georgi ein Maß (bayerische = 1,069 Liter) oder ein Kopf (halbkugelförmiges Geschirr für Flüssigkeiten = nicht ganz eine Maß) Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller (Heller = gewöhnlich ein halber Pfennig) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll. Wo aber einer nicht Märzen-, sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen. Wer diese unsere Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Faß Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden. Wo jedoch ein Gauwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer

(= enthält 60 Maß) Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemandem erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken.

Gegeben von Wilhelm IV.
Herzog in Bayern 
am Georgitag zu Ingolstadt anno 1516

Biersorten

 

Beim Brauen unterscheiden wir grob zwischen untergärigen und obergärigen Bieren.

Entschieden wird die Zuordnung durch die Wahl des Hefetyps.

Untergärige Hefe benötigt eine Gärtemperatur von 4 – 12° Celsius und eine Hauptgärung von 8 Tagen. Sie setzt sich nach der Gärung größtenteils am Boden ab, weshalb man sie untergärig nennt.

Obergärige Hefe beschleunigt den Gärvorgang bei Temperaturen um 15 – 25° Celsius. Im Laufe des Brauprozesses treibt sie mehr auf als untergärige Hefe und muss oben abgeschöpft werden, so entsteht der Name: obergärig.

 

 

Beispiele für untergärige Biersorten:

 

Pils

Dunkles

Lager

Export

Bock

Märzen

 

Beispiele für obergärige Biersorten:

 

Alt

Berliner Weiße

Dinkelbier

Kölsch

Roggenbier

Weizen

 

Beispiele für weitere Biersorten:

 

Ale 

Ein englisches Wort für Bier, abgeleitet vom germanischem Wort Äll, das Bier bedeutet. Ales sind obergärig vergorene Erzeugnisse die ursprünglch nicht gehopft wurden. Heutzutage gibt es verschiedene Variationen von Ales, die meist sehr kräftig gehopft werden oder einen sehr fruchtigen Anteil besitzen. Man unterscheidet unter anderem in Pale Ale, India Pale Ales oder auch American Pale Ales.

 

Rauchbier

Kann sowohl unter-, als auch obergärig hergestellt sein und erhält seinen typischen Geschmack durch die Verwendung von intensiv geräuchertem Malz.

 

Spontan vergorene Biere 

Eine urtümliche Art der Bierherstellung, ohne bewussten Zusatz von Hefe wird die Gärung durch die Wirkung frei in der Luft verfügbarer Hefen erwirkt. Diese Braumethode wird unter anderem in Belgien angewendet.

 

Malzbier

In unserer Region auch Dunkelbier genannt, wird im Gärprozess gestoppt, so dass es einen sehr geringen Alkoholanteil (ähnlich alkoholfreiem Bier) enthält.

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